Telekom-Grundkapital erhöht sich nach Sachdividende um 3%

    Von Archibald Preuschat

    Das Grundkapital der Deutschen Telekom hat sich um 3 Prozent erhöht, nachdem der DAX Konzern in diesem Jahr erstmals auf Wunsch eine Sachdividende ausgezahlt hat.

    Die Telekom hatte ihre Aktionäre vor die Wahl gestellt, entweder eine Dividende von 0,70 Euro in bar zu kassieren oder je zwölfeinhalb Dividendenansprüche eine neue Aktie zu bekommen, was einem rechnerischen Bezugspreis von 8,75 Euro entsprach.

    Aktionäre, die zusammen knapp 38 Prozent der Anteile halten, haben sich für die Sachdividende entschieden. Die Telekom hatte das Instrument als Erfolg bezeichnet, das in anderen europäischen Ländern üblich, in Deutschland aber bislang weitestgehend unbekannt war.

    Durch die Sachdividende wird weniger Geld aus dem Unternehmen gezogen. Die Telekom braucht die Mittel für milliardenschwere Investitionen in das Fest- und Mobilfunknetz in Deutschland sowie den USA.

    Mitbewerber in Europa hatten in den vergangenen Monaten teilweise mehrfach die Dividende gesenkt oder ganz gestrichen, um Investitionen zu stemmen oder die Verschuldung einzudämmen.

    Unterschiedlich verhielten sich die beiden Telekom-Großaktionäre. Während der Bund die Dividende in bar bevorzugte, entschied sich die bundeseigene Förderbank KfW für die Aktien.

    Nach Angaben der KfW steigt ihr Anteil an der Telekom so auf 17,4 von 17 Prozent, während der Anteil des Bundes durch den verwässernden Effekt der Sachdividende auf 14,5 von 15 Prozent sinkt. Gemeinsam halten Bund und KfW jetzt 31,9 Prozent an der Telekom, 0,1 Prozent weniger als bisher. Insgesamt sind 4,45 Milliarden Telekom-Aktien ausstehend.

    Kontakt zum Autor: archibald.preuschat@dowjones.com

    DJG/apr/jhe